Nachwuchsforschungsgruppe 2: Ergonomische Prinzipien sicherer Technologien in einer digitalen Gesellschaft (R.Go.Sec)

Eine der größten Herausforderungen für Hersteller, Betreiber oder Nutzer von Computernetzwerken, Systemen, Einzelgeräten und Speichermedien ist die Gewährleistung ihrer Sicherheit. Diese umfasst den Schutz gegen den Verlust, die Beschädigung oder Zerstörung, sowie das Abfangen oder den unautorisierten Zugriff auf sensitive Daten und Informationen. Neben derartigen kriminellen Angriffen, die das Ziel haben, Personen direkt zu schaden erfolgen Angriffe auch durch Geheimdienste und Regierungen, etwa zur Überwachung der eigenen Bevölkerung oder die anderer Länder, aber auch zur politischen Einflussnahme.

Eine Erhöhung der Sicherheit digitaler Technologien ist deswegen nicht nur von ökonomischen Interesse. Sichere digitale Technologien stärken aber auch vor allem individuelle Bürgerrechte: Ein effektiver Schutz gegen flächendeckende Überwachung von Kommunikationsverhalten ist eine notwendige Voraussetzung zur Ausübung demokratischer Errungenschaften wie dem Recht auf Privatsphäre, dem Recht auf Anonymität, dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

Das Ziel der Arbeitsgruppe „Psychologie der Mensch-Technik-Interaktion“ ist die empirische Beforschung psychologischer Lern- und Problemlöseprozesse in der IT-Sicherheit digitaler Technologien. Es werden Studien in drei Bereichen durchgeführt: a) sicherheitsrelevantes Verhalten von Nutzern und Sensibilität für Risiken im Umgang mit digitalen Technologien, b) Strategien und Problemlöseprozesse von Angreifern beim Hacken digitaler Technologien, c) Heuristiken und psychologisch informierte Techniken zur Sicherung von Hardware durch Designer digitaler Technologien. Ziel ist das Generieren eines psychologischen Modells, das Nutzerverhalten, Angriffstechniken und Sicherheitsstrategien von Herstellern berücksichtigt.

Detailierte Informationen zum Projekt

 

Beteiligte

Dr. Malte Elson, Nachwuchsgruppenleitung:

© RUB, Marquard

  • Ausbildung:
  • 2011–2014: Promotion (Psychologie), Universität zu Köln
    Dissertation: Something is Rotten in the State of Aggression Research: Novel Methodological and Theoretical Approaches to Research on Digital Games and Human Aggression (Betreuer: Prof. Dr. Gary Bente / Prof. Dr. Christopher Ferguson)
  • 2005–2011: Studium der Psychologie (Diplom), Universität zu Köln
    Diplomarbeit: The Effects of Displayed Violence and Game Speed in First-Person Shooters on Physiological Arousal and Aggressive Behavior (Betreuer: Prof. Dr. Julia Kneer / Prof. Dr. Thorsten Quandt)
  • Beruflicher Werdegang
  • Ab 2018: Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe „Ergonomische Prinzipien sicherer Technologien in einer digitalen Gesellschaft“ an der Fakultät für Psychologie, Ruhr-Universität Bochum
  • 2015–2017: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie (Prof. Dr. Nikol Rummel), Ruhr-Universität Bochum
  • 2012–2014: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Onlinekommunikation (Prof. Dr. Thorsten Quandt), Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • 2011–2012: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft, Medien und ICT (Prof. Dr. Lieven de Marez), Universität Gent
  • 2009–2011: SHK am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Bildungsqualität und Evaluation (Prof. Dr. Johannes Naumann), Frankfurt/Main

 

Verantwortliche Professur:

 Prof. Dr. Nikol Rummel, Ruhr Universität Bochum
Abschlüsse:

  • M. Sc., Educational Psychology, University of Wisconsin-Madison, USA, 2000
  • Diplom, Psychologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 2002
  • Dr. phil., Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 2004
  • Habilitation für das Fach Psychologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 2010
  • Stelle: Universitäts-Professorin